„Comfort Birds“: Eine Initiative im Dienst anderer

John Jones – ehemaliger Lieutenant Commander der US Navy – Schöpfer der „Comfort Birds“


Alles begann mit einer einfachen Anfrage zu einem Modell der USS Constitution. Doch im Laufe des Austauschs mit John Jones wurde aus diesem ersten Kontakt eine viel tiefere Geschichte – die Geschichte eines Mannes, für den die Arbeit mit Holz zu einer Möglichkeit geworden ist, anderen zu helfen.

John arbeitet derzeit an der USS Constitution, seinem ersten Holzschiffsmodell. Eine Wahl, die alles andere als zufällig ist: Er wirkte an dem Buch Around the World in Old Ironsides: The Voyage of USS Constitution, 1844–1846 mit, das auf Recherchen im Mariners’ Museum in Newport News, Virginia, basiert – einem der bedeutendsten maritimen Geschichtsmuseen der westlichen Hemisphäre.

Seine Verbindung zu diesem Schiff geht weit über ein historisches Interesse hinaus – sie ist zutiefst persönlich.

Nach 20 Jahren Dienst in der US Navy trat John im Rang eines Lieutenant Commander in den Ruhestand. Zu diesem Anlass organisierte der Kommandant der USS Constitution eine Zeremonie zu seinen Ehren an Bord des Schiffes in Boston, bei der feierlich eine Flagge entfaltet wurde. Heute bewahrt er sie bei sich zu Hause auf.

Heute widmet John seine Zeit der Unterstützung anderer Menschen. Er fertigt sogenannte „Comfort Birds“ an – kleine Holzobjekte, die Veteranen mit psychischen Belastungen unterstützen sollen. Von Hand aus verschiedenen Holzarten geschnitzt, liegen sie angenehm in der Handfläche.

Während der Betreuungssitzungen werden die Teilnehmer dazu angehalten, sich auf die Textur, das Gewicht und die Form des Objekts zu konzentrieren, um im Hier und Jetzt zu bleiben. Die Vögel lassen sich leicht mitnehmen und geben Halt, wenn belastende Gedanken überhandnehmen.

Jeder Vogel trägt eine einfache Inschrift:

Crisis Lifeline – Call 988“ — die amerikanische Notrufnummer zur Suizidprävention.

Bis heute wurden bereits mehr als 1.000 „Comfort Birds“ an Veteranenkrankenhäuser, Rettungsdienste, Therapeuten und Veteranengemeinschaften in Virginia und North Carolina verteilt.

Jedes Stück erfordert etwa drei Stunden sorgfältiger Handarbeit. Die Materialien werden großzügig von der Firma Woodcraft in Norfolk bereitgestellt, während ein Netzwerk lokaler Organisationen — darunter die Hampton Roads Ship Model Society, Holzwerkergruppen ausTidewater und Veteranenverbände — Johns Initiative aktiv unterstützt.

Er beschreibt diesen Prozess als eine Form der Therapie durch die Arbeit mit Holz.

John lebt heute mit anhaltenden psychischen Folgen sowie gesundheitlichen Problemen, die auf den Kontakt mit chemischen Substanzen während mehrerer Einsätze in Konfliktgebieten zurückzuführen sind.

Nach einer zweiten Karriere von 25 Jahren als Lehrer für Schüler mit besonderen Bedürfnissen musste er sich aufgrund der langfristigen Folgen seiner Krebsbehandlung aus dem Berufsleben zurückziehen.

Sein Engagement ist außerdem von persönlichen Schicksalsschlägen geprägt, darunter der Verlust zweier nahestehender Menschen. Zugleich steht es in einer Familientradition, die über mehrere Generationen vom Militärdienst geprägt wurde.

Trotz allem bleibt John anderen Menschen zugewandt und schafft einfache, greifbare und bedeutungsvolle Objekte für diejenigen, die sie am dringendsten brauchen.

Es war uns eine Ehre, seine Geschichte kennenzulernen und teilen zu dürfen. Sie erinnert uns daran, dass sich hinter jedem Projekt eine weit größere Geschichte verbergen kann, als man zunächst vermutet.

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